1980 - 1999

1980

Die Bewohnerzahl pro Einzelwohnung nimmt ständig ab, der Leitungsnetzanteil pro Einwohner aber zu; Installation eines Rechners in der Betriebswarte, er dient auch zur Überwachung und Regelung der GVG-Leitung

1981

Tod von Alfred Gossweiler, Präsident der WVD; Anschaffung eines VW-Transporters; Suche nach einem Ersatz für das ausgefallene Pumpwerk im Storchen, dessen Konzession nicht ausgenützt werden kann wegen Perchlor-Verschmutzung des Grundwassers

1982

seit Jahren bleibt der mittlere Wasserverbrauch pro Kopf etwa gleich gross (ca. 410 Liter pro Tag), der höhere Lebensstandard im sanitären Bereich kompensiert vermutlich die gesteigerte Sorgfalt bzw. Sparwilligkeit; Vorarbeiten für ein Pumpwerk Eglishölzli als Ersatz für den Storchen

1983

Hauszuleitungen nur noch aus Kunststoff mit umhüllendem Schutzrohr

1984

Planung eines Werkstattgebäudes mit Büros im Storchen; Pumpversuche beim Eglishölzli; Brandanschlag auf das Reservoir Tichelrüti und Sabotage am Pumpwerk Zelgli; Anstellung eines Brunnenmeister-Gehilfen

1985

schwere Frostschäden im Januar mit 17 Leitungsbrüchen; der unbefriedigende Zustand der Betriebswarte im Storchen und die Planung eines neuen Werkgebäudes für die Stadt lassen Koordinationsfragen aufkommen, die GV bewilligt für ein Betriebsgebäude den Rahmenkredit von Fr. 950'000; Pumpversuche beim Eglishölzli bis in 60m Tiefe

1986

Der Kanton beruft sich auf das Heimfallrecht, das auf dem Areal Storchen lastet und erhebt Einsprache gegen das ausgeschriebene Werkstattgebäude; das bestehende Grundwasserrecht Storchen muss durch ein "Recht für die Entnahme von Wasser im Not- und Katastrophenfall" ersetzt werden; saurer Regen und Nitratanreicherungen verunsichern die Bevölkerung; das kostengünstigste Grundwasser (Zelgli) erreicht die Toleranzgrenze; Ausfall einer Ausgleichssteuerung im Reservoir Tichelrüti führt in der Nacht vom 25./26. Juni zu 5 Leitungsbrüchen wegen Druckerhöhung; monatliche Kontrolle der Trinkwasserqualität obligatorisch; 3.11. erster Spatenstich für Betriebsgebäude

1987

Bau und Bezug des neuen Betriebsgebäudes, Vermietung eines Büroteils an das Ing. Büro Gossweiler; langwierige und aufwendige Versuche im Eglishölzli: sehr eisen- und manganreiches Wasser aus 50 m Tiefe soll ohne chemische Zugaben zu Trinkwasser aufbereitet werden; Aufstockung des Betriebspersonals auf 3 Mitarbeiter

1988

Brunnenmeister Mair wird zum Betriebsleiter ernannt; Kauf einer Parzelle neben dem Storchen; Grundwasserschutzzone Eglishölzli ausgeschieden; EDV-Einführung für die Wasserverrechnung abgeschlossen

1989

Der Begriff der "Notstand-Wasserversorgung" wird allmählich klarer, er umfasst Betriebsstörungen bei Naturkatastrophen, Sabotageaktionen, kriegerischen Handlungen und ähnlichem, auf die Ressourcen der Stadt wird sich die WVD kaum stützen können, was Konsequenzen in betrieblicher und finanzieller Hinsicht haben wird; der seit 1980 in Betrieb stehende CAI-Rechner meldet Altersbeschwerden und muss ersetzt werden; vom neuen Leitungsmaterial Polyäthylen (PE) erwartet man eine Lebensdauer von 50 Jahren

1990

Für die Notwasserversorgung steht ein fahrbares Notstromaggregat zur Verfügung; der Fremdwasserpreis wird erneut massiv teurer

1991

Erneuerung des Überwachungssystems in der Betriebswarte; Vollendung der Baumeisterarbeiten im Pumpwerk Eglishölzli

1992

Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Grundwasserpumpwerks Eglishölzli (Einweihung am 25.9.); Liegenschaft Birchlenstrasse 1 durch Feuer zerstört; gemäss Vorschrift des Amtes für Gewässerschutz müssen innert 5 Jahren alle Verbraucher mit Wassermessern ausgerüstet werden; ebenso muss eine Notstands-Wasserversorgung geplant und sichergestellt werden; erstmals wird der Jahresbericht vom betriebseigenen Computer druckfertig vorbereitet; die 100 Jahr-Jubiläums-Generalversammlung wird am Samstag, 4. Juni 1994 in den Sportanlagen "Im Chreis" stattfinden

1993

Eingabe des Projekts "Transitleitung Ost" zur Verbesserung von Härtegrad-Schwankungen, der Investitionsbonus des Bundes wird nicht zugesprochen; Anschaffung von Messschächten zur modernen Lecksuche im Leitungsnetz; Übernahme der Buchhaltung (Betriebsrechnung) auf EDV; 9. Mai: Einbruch im Werkgebäude Storchen, Geld wird entwendet und Akten werden durchsucht

Leitungsnetz in km 81,5

Genossenschafter 247

Abonnenten 1711

Vollamtliche Mitarbeiter 4

1994

Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre WVD am 4. Juli mit einem Tag der offenen Tür. Eine Broschüre gibt mit einer Chronik Einblick in die Geschichte.

Die Kosten für den Kinderspielplatz bei den Sportanlagen im "Chreis" werden von der WVD übernommen.

Aufgrund des Wasserwirtschaftsgesetzes (1991) müssen alle Liegenschaften mit Wasserzählern ausgerüstet werden. Eine ausserordentliche GV genehmigt einstimmig den dafür notwendigen Kredit von 1,5 Mio Franken.

1995

Ein spezielles Servicefahrzeug für den Zählereinbau wird beschafft.

Für EDV-Belange wird ein Kredit von Fr. 25 000.– bewilligt.

1996

Der Kredit von 4.7 Mio Franken für den Bau der "Transitleitung Ost" wird genehmigt; diese soll u.a. sicherstellen, dass das weiche Zürichseewasser und das harte Grundwasser aus unseren eigenen Pumpwerken so gemischt wird, dass der Wasserhärtegrad stabilisiert werden kann.

1997

Neue Tarifstruktur. Bisher wurden nur Gewerbe und Industrie mit Wasserzählern ausgerüstet, bei Privathaushalten und beim Kleingewerbe wurde pauschal abgerechnet.

Die Benützungsgebühr soll einfach und verursachergerecht, aber kostendeckend sein.

Die von der GV genehmigte Tarifstruktur (TO 97) gliedert sich in die Teilbereiche Grundgebühren (für Fixkosten wie Unterhalt, Verwaltung, Zählergebühr, usw.) und Mengengebühren (zurzeit kosten 1000 Liter Trinkwasser 80 Rappen).

1998

Hansjörg Schöpf legt das Präsidium der WVD nieder; die GV wählt als Nachfolger Marco Bonomo.

Das Handbuch für die Qualitätssicherung wird unter der Leitung des Vizepräsidenten Schöpf erarbeitet.

Im Pumpwerk Eglishölzli muss ein Brunnen wegen Verunreinigung stillgelegt werden.

Für die Notwasserversorgung – nach Gesetz eine Aufgabe der Stadt – ist immer noch allein die WVD zuständig.

Wegen des trockenen Sommers ist der Grundwasserspiegel sehr tief, dank der Zürichseeoption kann jedoch jederzeit genügend Wasser abgegeben werden.

1999

Rekordschnee im Februar, Hochwasser im Mai und Jahrhundertstürme im Dezember können der Wasserversorgung nichts anhaben. Die Transit-
leitung ist in Betrieb und erfüllt die in sie gesetzten Erwartungen; der Härtegrad kann jetzt problemlos ausgeglichen werden. Auch hinsichtlich bakterieller Keime gehört unser Trinkwasser zu den besten des Kantons.

Die Betriebsleitstelle im Storchen erhält eine neue Elektronik.

Als Nachfolgerin der langjährigen Mitarbeiterin, Frau Katja Kis, betreut Frau Susan Sahli die Wasserverrechnung.

Im Zusammenhang mit der Ausgliederung der Städtischen Werke muss eine neue rechtliche Grundlage zwischen der Stadt und den einzelnen Versorgungsunternehmen geschaffen werden. Stadt- und Gemeinderat setzen sich über die Bedenken der WVD hinweg und stimmen einer Versorgungsverordnung zu, die unseren Interessen widerspricht. Diese bevorzugt die Mengenbelastung in für die Genossenschaft untragbarer Weise.